about loneliness of furniture and people
My flat/ Our flat, an installationpiece for furniture and people in an empty house in a mountainvillage called Oberzeiring, in collaboration with Theater am Bahnhof, september 2008
Willkommen bei dem Haus der Intimität
Endlich hat Oberzeiring sein Haus der Intimität bekommen.
Es geht in diesem Haus darum die Intimität zwischen Menschen und Möbel aufs Neue zu lernen. Wie die Möbel wieder eine gesunde Beziehung bekommen können mit einander und mit der Menschen.
Wir haben Möbel von Leuten aus Oberzeiring bekommen, die lange zeit keine Intimität mehr erfahren haben.
Sie sind Möbel, die man nicht wegwerfen wollte, aber auch nicht mehr länger mehr in Wohnzimmer, Küche oder im Schlafzimmer sehen wollte. Das ist schon sehr schwierig zu verdauen, aber sie haben auch noch lang, arbeitslos, im Keller, oder in einem Lager gestanden. Und nichts ist passiert, sie haben nur gewartet und gewartet, bis jetzt. und jetzt sind sie hier.
Dass sie traumatisiert sind, versteht sich von selbst. Und hier in diesem haus versuchen wir sehr vorsichtig den Möbel zu helfen das sie den Menschen wieder vertrauen können. Das sie nicht in der Opfer rolle stecken bleiben müssen. Wir haben hier zum Beispiel ein Umsiedlungsopfer. Ein Möbelstück, das nicht mit den anderen Möbeln in eine neue Wohnung mitgegangen ist, aber als einziges in ein Lager gekommen ist, ohne Vorwarnung, und ohne jemals zu erfahren warum. Man kann verstehen wie schwierig es für das Selbstbild des Möbels ist, lange zeit dachte es das alles rosa war, und im nächsten Moment hat es alles verloren.
Ein anderes Möbelstuck ist das Opfer wechselnder Moden, und der liebe. Es war im Bezitz von einem Mann, der es immer gut versorgte und brauchte und dann auf einmal verliebte sich der Mann in eine Frau, sie zogen zusammen. Und dann hat die Frau gesagt dass dieses Möbelstück altmodisch ist und der Mann schleppte es in den Keller und verwendete es für seine Arbeitskleider. Ein voller Statusverlust.
Wieder andere Möbel haben Zwei Kriege mitgemacht, haben gesehen wie söhne des Hauses stolz in uniform abgereist sind. Und wenn sie zurückkamen, waren sie sehr schweigsam. Alle Möbel im Haus haben gemerkt das worüber man nicht sprechen konnte, das leben für immer verändert hat. Und je alter die mobil werden, desto schwerer lastet die Geschichte auf ihnen.
Es wird den Möbel geholfen ihre eigene wünsche wieder zu leben und zwar von Leuten, die auch Schwierigkeiten mit Intimität und sozial Kontakte haben. Diese Leute haben alle selbst Probleme gehabt, schmerzhafte Trennungen, ekelhafte Eltern, sie wurden plötzlich fallen gelassen, waren lange arbeitslos. Sie waren Außenseiter. Indem sie mit dem Möbel in einen Dialog treten, arbeiten sie auch ihre eigenen Erfahrungen auf.
So hier begleiten sie die Möbel dabei wieder ein bisschen glaube an ihre Funktion zu finden, und das es nicht ihre schuld war das sie auf einmal in den Keller geschleppt wurden.
Wir arbeiten hier mit Farben. manchmal ist die Außenwelt zu überwältigend für diese Möbel, nach jahrelanger Dunkelheit im Keller und es ist gut für die Möbel die Wirkung verschiedene Farbe isoliert kennen zu lernen. Jede Farbe öffnet etwas anders im inneren des Möbels.
Bevor wir hineingehen, und aus der nähe erfahren wie die Möbel und die Menschen versuchen wieder ein neue Intimität auf zu bauen, möchten ich sie bitten alles in Ruhe an zu sehen.
wir sind hier mit dem haus der Intimität mitten im Zentrum des Ortes, um den möbeln nicht wieder das Gefühl zu geben Außenseiter zu sein. Das haus steht auch für sie offen, damit sie danach vielleicht mit etwas mehr Verständnis auf ihre eigene Möbel zugehen.
Lass uns hinein gehen.
( schreibend) Lieber Freund, Bär, Braut, Bräutigam, whatever, du hast gleich gesehen das ich sehr zerbrechlich war, ich war kein Stuhl zum Sitzen, ich war ein Stuhl zu träumen, und was haben wir zusammen geträumt, aber das Leben hat mich gegriffen, mit Kind und alles, ich konnte nicht lieben, i am sorry, so sorry, so united sorry, alles liebe, liebe, liebe. ( endet mit ein punkt und halt den bleistift fest auf dem Punkt)

